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Bettentrakt NEU

Gerade die Versorgung der jüngsten Patientinnen und Patienten braucht optimale Rahmenbedingungen. Kinder haben andere Bedürfnisse als Erwachsene, deshalb muss auch die Umgebung, in der sie behandelt und gesund werden, andere Voraussetzungen erfüllen.

220 Millionen Euro wird das Land Oberösterreich deshalb im Zuge eines großen Infrastrukturpaketes in den Neubau des Kinderbettentraktes sowie einer Zentralküche am Kepler Universitätsklinikum investieren.

Derzeit laufen intensive Planungen, damit der Bau im Jahr 2024 starten kann.

Vorgeschichte

Der derzeitige Kinderbettentrakt am MC4 stammt aus dem Jahr 1956 und ist somit 65 Jahre alt.

Trotz laufender Investitionen und Sanierungen entspricht die bauliche Struktur nicht mehr den aktuellen Anforderungen einer zeitgemäßen und patientInnenfreundlichen Klinik.

Daher wurde bereits 2017 ein Projekt zur Neuerrichtung gestartet, das von Mai 2020 bis Februar 2021 durch umfassende Analysen und die Einbindung der NutzerInnen überarbeitet und im Jänner 2021 finalisiert wurde.

Das umfassende Projekt wurde im Mai in den entsprechenden Gremien des Landes OÖ genehmigt – nunmehr beginnt umgehend die Umsetzung des Großbauvorhabens.

Lage des neuen Betten- und Funktionstraktes

Der neue Trakt wird zwischen den Bauteilen A und C positioniert sein und rückt damit das universitäre Kinderzentrum in den Mittelpunkt des Med. Campus.

Leistungsschwerpunkte
  • Im neuen Bettentrakt werden zukünftig die Kliniken für Kinder- und Jugendheilkunde und Kinder- und Jugendchirurgie angesiedelt sein.
  • Eine eigene Station für Kinderonkologie mit den entsprechenden Räumlichkeiten und Ambiente wird errichtet.
  • Die gesamte Kinderherzchirurgie (operativ sowie postoperativ) wird im neuen Trakt gebündelt.
    Erstmals in Oberösterreich wird eine Kinderpallitivstation mit 6 Betten eingerichtet.
  • Im neuen Trakt werden Bettenkontingente für Kinder der Kliniken für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Unfallchirurgie sowie Orthopädie geschaffen.
  • Ein Kinderambulanzzentrum mit einer Akutambulanz sowie verschiedenen Spezialambulanzen wird etabliert.
  • Verortet werden darüber hinaus eine Kinderradiologie, -angiografie, -endoskopie sowie verschiedene spezielle Therapiebereiche
  • Zusätzlich wird das Endoskopiezentrum für Erwachsene im neuen Trakt beheimatet sein.
Der neue Betten- und Funktionstrakt in Zahlen
  • 220 Millionen Euro Investitionsvolumen
  • 148 Betten
  • 17.000 m2 Nutzfläche
  • 5 Operationssäle
  • 9 Bettenstationen, davon 2 Kinderintensivstationen
Breite Nutzereinbindung

Ein wesentliches Ziel des Projektes war nicht nur eine moderne Versorgungsstruktur für unsere PatientInnen zu erarbeiten, sondern gleichzeitig auch optimale Arbeitsbedingungen, kurze Wege und effiziente Arbeitsabläufe für die MitarbeiterInnen zu schaffen.

Um dies zu gewährleisten wurden ca. 20 NutzerInnengespräche unter direkter Einbindung von ca. 50 MitarbeiterInnen durchgeführt.

Durch den Input aller im neuen Bettentrakt sowie der Küche vertretenen Berufsgruppen wurde eine breite Expertise in die Planung mit aufgenommen, um bestmöglich auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen. Selbstverständlich wird der erfolgreiche Weg der breiten Einbindung in der Umsetzung weitergeführt.

Logistik und Verkehrswege

Die Expertise bezüglich Wegführung, PatientInnentransport, Ver- und Entsorgung ist auch in Hinblick auf das Verkehrskonzept für die Zu- und Abfahrten eingeflossen.

Im Zuge des Neubaus wird es daher auch zu einer Umstrukturierung diverser Logistikbereiche kommen. Zum einen werden die Zentrallager des MC3 und MC4 zusammengeführt, zum anderen wird ein zeitgemäßes Entsorgungszentrum errichtet.

In Kombination mit einem durchdachten Verkehrskonzept können damit die Wege der Ver- und Entsorgung kurzgehalten und Synergien genutzt werden.